Ein Schutzraum für die Würde: Warum Schifferstadt ein inklusives Frauenhaus braucht

Ein Schutzraum für die Würde:

Warum Schifferstadt ein inklusives Frauenhaus braucht

 

Ein Kommentar von Andreas Klamm

 

Ludwigshafen/Schifferstadt/Rhein-Pfalz-Kreis – Gewalt gegen Frauen ist keine Privatsache. Sie ist ein Bruch mit den Menschenrechten, ein Versagen unserer Gesellschaft und – im Falle des Rhein-Pfalz-Kreises – ein völkerrechtliches Defizit, das wir nicht länger schweigend hinnehmen dürfen. Es ist Zeit für ein klares Signal: Wir brauchen ein eigenes, inklusives Frauenhaus in Schifferstadt.

 

Seit Jahrzehnten setze ich mich als Journalist, Autor, Schriftsteller und Aktivist für den Frieden, Soziales und die Menschenrechte ein. Doch Frieden beginnt nicht erst bei internationalen Verträgen; er beginnt in den eigenen vier Wänden. Wenn Frauen und ihre Kinder dort Todesangst ausstehen müssen, ist unser Rechtsstaat gefordert.

 

Das völkerrechtliche Defizit vor unserer Haustür

Die Istanbul-Konvention, ein völkerrechtlich bindender Vertrag, verpflichtet Deutschland dazu, pro 10.000 Einwohner einen Frauenhausplatz bereitzustellen. Der Rhein-Pfalz-Kreis zählt rund 156.000 Bürgerinnen und Bürger. Rechnerisch müssten wir also 16 Plätze vorhalten. Die bittere Realität? Wir haben im Kreisgebiet keinen einzigen eigenen Platz. Wir verlassen uns auf die bereits überlasteten Einrichtungen in den Nachbarstädten. Das ist nicht nur fahrlässig, es ist ein eklatantes Defizit in der Umsetzung des Völkerrechts direkt hier in der Pfalz.


Inklusion als Kernauftrag: Niemanden zurücklassen

 

Besonders schmerzhaft ist die Situation für Frauen mit Behinderungen. Statistiken zeigen, dass sie noch häufiger Opfer von Gewalt werden. Doch wo findet eine Frau im Rollstuhl Schutz? Wo kann sie hin, wenn sie auf ihren Assistenzhund angewiesen ist? Die meisten Schutzeinrichtungen sind baulich nicht darauf vorbereitet.

 

Mein Entwurf für das „Frauenhaus Schifferstadt“ bricht dieses Tabu:

 

16 Plätze insgesamt, um die Quote der Istanbul-Konvention zu erfüllen.

3 spezialisierte Inklusions-Apartments, voll barrierefrei (DIN 18040-2 R).

Platz für Assistenzhunde, damit der Schutz nicht an der Leine endet.

 

Das Faktenblatt: Machbarkeit und Investition

Ich habe der Kreisverwaltung und dem Kreistag eine erste Machbarkeitsstudie sowie einen detaillierten Finanzplan gesendet. Wir reden hier nicht von utopischen Träumereien, sondern von einer soliden Investition in die soziale Sicherheit unseres Landkreises.

 

Eckpunkte des Investitionsplans (Stand 2026):

 

Standort: Schifferstadt (zentrale Lage, S-Bahn-Knotenpunkt für maximale Autonomie).

Flächenbedarf: ca. 950 Quadratmeter Brutto-Grundfläche.

Investitionssumme: ca. 5,24 Millionen Euro.

Finanzierung: Ein Mix aus ISB-Förderdarlehen, Zuschüssen des Landes Rheinland-Pfalz (MFFKI) und Bundesmitteln für Inklusionsprojekte.

 

Ja, 5,2 Millionen Euro klingen viel. Aber vergleichen wir das mit den Kosten für Polizeieinsätze, langfristige Traumafolgen und soziale Instabilität, ist es eine kluge und notwendige Investition in das Leben.

 

Ein Appell an die Bürgergesellschaft

 

Politik allein bewegt sich oft erst dann, wenn der Druck aus der Bevölkerung in Schifferstadt, im Rhein-Pfalz-Kreis und in Mainz wächst. Als Petitionsstarter weiß ich: Jede Stimme zählt. Ein Frauenhaus in Schifferstadt ist kein „Nice-to-have“ – es ist eine Überlebensgarantie für betroffene und vulnerable Frauen mit Kindern und in besonderen Situationen für Frauen mit Kindern und Assistenzhunden.

 

Ich bitte Sie heute persönlich:

 

Unterstützen Sie diesen Neubau eines Frauenhauses in Schifferstadt. Sprechen Sie mit Ihren Kreistagsabgeordneten und den Mitgliedern des Stadtrates in Schifferstadt. Fordern Sie die Umsetzung der Istanbul-Konvention ein. Wir brauchen eine Infrastruktur, die niemanden ausschließt – weder die Frau im Rollstuhl noch die Mutter mit ihrem Kind.

 

Lassen Sie uns Schifferstadt zum Leuchtturm für inklusiven Opferschutz in Rheinland-Pfalz machen. Denn Sicherheit ist ein Menschenrecht, das keine Barrieren kennen darf. Andreas Klamm, Journalist, Autor, Schriftsteller, Gesundheits- und Krankenpfleger, Rettungssanitäter und Mitglied des Kreistages Rhein-Pfalz-Kreis, Gründer der Initiative Frauenhaus Schifferstadt, Tel. 0621 5867 8054,

 

Web-Seite Frauenhaus Schifferstadt,  http://www.andreasklamm.de/frauenhausschifferstadt

Machbarkeitsstudie: https://usercontent.one/wp/www.andreasklamm.de/wp-content/uploads/2026/02/Machbarkeitsstudie261.pdf?media=1718454289

Faktenblatt Versorgung für Frauen im Rhein-Pfalz-Kreis:

https://usercontent.one/wp/www.andreasklamm.de/wp-content/uploads/2026/02/faktenblatt261b.pdf?media=1718454289

Kostenplan, Finanzplan (Investitionskostenplan) Frauenhaus Schifferstadt:

https://usercontent.one/wp/www.andreasklamm.de/wp-content/uploads/2026/02/KostenplanFrauenhaus261a.pdf?media=171845428 9 

 

Wie Sie helfen können:

 

Informieren Sie sich: Lesen Sie die Anträge und Machbarkeitsstudien, Faktenblatt für die Versorgung von Frauen im Rhein-Pfalz-Kreis, Kostenplan (Investitionskosten), Finanzplan im Bürgerinformationssystem des Kreises, der Stadt Schifferstadt und bei http://www.andreasklamm.de/frauenhausschifferstadt

 

Unterzeichnen Sie: Achten Sie auf die kommenden Anträge, Einwohneranträge und die öffentliche Petition zum Thema Ein Frauenhaus in Schifferdtadt einrichten bei change. org

Link: https://www.change.org/p/ein-frauenhaus-in-schifferstadt-einrichten

 

Teilen Sie bitte: Verbreiten Sie bitte diesen Aufruf in Ihren sozialen Netzwerken.






 

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