Machbarkeitsstudie Frauenhaus Schifferstadt
Diese Machbarkeitsstudie entwirft einen Rahmen
für den Neubau eines Frauenhauses im Rhein-Pfalz-Kreis (Standort
Schifferstadt). Sie berücksichtigt die besonderen Anforderungen an
Barrierefreiheit (DIN 18040-2 R) und die Integration von Assistenzhunden, was
bundesweit ein innovatives Pilotprojekt darstellen könnte.
Machbarkeitsstudie: Neubau Frauenhaus Schifferstadt
Projekt-ID: FH-RPK-2026
Kapazität: 16 Plätze (davon 3 spezialisierte Inklusionsplätze)
1. Bedarfsanalyse und Zielsetzung
Der Bedarf an Frauenhausplätzen im
Rhein-Pfalz-Kreis übersteigt regelmäßig das Angebot. Gemäß der Istanbul-Konvention ist pro 10.000 Einwohner ein Platz
vorzuhalten.
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Zielgruppe: Frauen in Gewaltsituationen, mit Fokus auf zusätzliche
Mobilitätseinschränkungen.
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Besonderheit: Die Aufnahme von Frauen mit Rollstuhl und Assistenzhunden
schließt eine kritische Versorgungslücke, da viele herkömmliche Häuser hierfür
nicht ausgestattet sind.
2. Standortfaktoren (Schifferstadt)
Schifferstadt bietet als zweitgrößte Kommune im Kreis ideale
Voraussetzungen:
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Infrastruktur: Hervorragende Anbindung an den ÖPNV (S-Bahn-Knotenpunkt), was
für die Autonomie der Bewohnerinnen (Arbeit, Behörden) essenziell ist.
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Diskretion: Möglichkeit zur Ansiedlung in einem Mischgebiet, das Anonymität
gewährleistet, aber dennoch zentral genug für schnelle Polizeieinsatzzeiten
liegt.
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Nahversorgung: Erreichbarkeit von Ärzten, Schulen und Kitas in unmittelbarer
Nähe.
3. Raumprogramm und spezialisierte Ausstattung
Für 16 Frauen (plus Kinder) und die spezifischen Anforderungen
ergibt sich folgendes Flächenprofil:
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Bereich |
Spezifikation |
Besonderheiten |
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3 Inklusions-Apartments |
Barrierefrei nach DIN 18040-2 R |
Unterfahrbare Küchen, rollstuhlgerechte Sanitärzellen,
verbreiterte Türen. |
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Assistenzhunde-Zone |
Integriert in Inklusions-Plätze |
Pflegeleichte, kratzfeste Bodenbeläge; kleiner, gesicherter
Außenbereich für Auslauf; Waschstation für Hunde. |
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13 Standard-Zimmer |
Teilweise kombinierbar |
Flexibilität für Frauen mit mehreren Kindern. |
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Gemeinschaftsbereiche |
Großküche & Wohnraum |
Barrierefreie Begegnungsflächen. |
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Beratungstrakt |
Psychosoziale Betreuung |
Getrennter Zugang für externes Personal, schallisolierte Räume. |
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Kinderschutzbereich |
Spiel- und Hausaufgabenraum |
Pädagogisch gestaltete Flächen. |
4. Sicherheitskonzept
Ein Frauenhaus erfordert ein duales Sicherheitskonzept:
1.
Baulicher Schutz: Sicherheitsverglasung (P4A), elektronisches Schließsystem mit
Protokollierung, Kameraüberwachung des Eingangsbereichs.
2.
Anonymität: Das Gebäude darf von außen nicht als Frauenhaus erkennbar sein
(Neutrales Fassadendesign).
3.
Personenschutz: Direktschaltung zur Polizeiinspektion Schifferstadt.
5. Finanzierung und Förderung
Ein solches Projekt ist eine Investition in die soziale
Infrastruktur des Kreises.
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Fördergeber: Land Rheinland-Pfalz (MFFKI), Investitions- und Strukturbank
(ISB), Bundesförderprogramm „Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen“.
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Trägerschaft: Kooperation zwischen dem Rhein-Pfalz-Kreis und einem erfahrenen
freien Träger (z. B. AWO, Caritas oder ein spezialisierter Verein).
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Betriebskosten: Deckung über Tagessätze (gemäß SGB II/XII) und Zuschüsse des Landkreises.
6. Realisierungsplan (Meilensteine)
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Phase 1 (Q2 2026): Grundstücksakquise und politische Beschlussfassung im Kreistag.
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Phase 2 (Q4 2026): Architektenwettbewerb mit Fokus auf Inklusionsarchitektur.
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Phase 3 (2027): Bauphase unter Einbeziehung des Beauftragten für die Belange
von Menschen mit Behinderungen.
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Phase 4 (2028): Inbetriebnahme und Personalschulung (Umgang mit Traumata und
Assistenzhunden).
Fazit
Der Neubau in Schifferstadt ist technisch
machbar und politisch hochrelevant. Die Kombination aus 16 Plätzen und der spezialisierten Barrierefreiheit für Rollstuhlfahrerinnen mit Hunden
würde den Rhein-Pfalz-Kreis zu einem Vorreiter in der inklusiven Gewaltprävention
machen.
Ein Frauenhaus Schifferstadt
wäre mit besonderer Berücksichtigung von Inklusion
und der Erfüllung internationaler Abkommen (Istanbul-Konvention) für den Rhein-Pfalz-Kreis ein aufwertendes Signal mit
bundesweiter Vorreiterrolle und Beispielrolle.
Kontakt für Rückfragen:
Andreas Klamm
Mitglied des Kreistags Rhein-Pfalz-Kreis
Initiator Frauenhaus Schifferstadt
Schillerstr. 31
67141 Neuhofen
Tel. 0621 5867 8054
E-Mail: andreasklamm@hotmail.com
Web-Seite: www.andreasklamm.de/frauenhausschifferstadt
